Entschädigung für selbständige Handwerker wegen Corona-Quarantäne

Wer als gesunder Selbständiger aufgrund einer angeordneten Quarantänemaßnahme nicht arbeiten darf, kann ebenfalls eine Entschädigung für seinen Verdienstausfall bei der verantwortlichen Behörde einfordern. Die Entschädigung von Selbständigen beträgt ein Zwölftel des Arbeitseinkommens des letzten Jahres vor der Quarantäne.

Laut § 56 Abs. 4 Infektionsschutzgesetz (IfSG) erhalten Selbständige, die einen Betrieb haben (Betriebsinhaber), zudem von der zuständigen Behörde einen Kostenersatz der in dieser Zeit weiterlaufenden nicht gedeckten Betriebsausgaben in angemessenem Umfang. Diese Ansprüche können aber wirklich nur dann geltend gemacht werden, wenn der finanzielle Schaden durch eine behördliche Zwangsmaßnahme entstanden ist, und wenn es sich dabei um eine Einzelanordnung zur Quarantäne und nicht um eine flächendeckene Schließungsanordnung handelt.