Immer noch ist völlig unklar, welches Ausmaß der Internetbetrug rund um die Corona-Soforthilfe in NRW für kleine Unternehmen wirklich hat.

Betrüger haben mit gefälschten Internetseiten, auf denen angebliche Antragsformulare für die Soforthilfe zu finden waren, Daten der Unternehmen abgefischt. Damit stellten sie selbst Anträge, um die Soforthilfe, umgeleitet auf Betrüger-Konten, zu kassieren.Bislang seien sieben gefälschte Internetseiten mit Bezug zum Soforthilfebetrug in NRW entdeckt worden. Bei fünfen sei es gelungen, sie abzuschalten.

Die echte Webseite mit den Antragsformularen soll “im laufe des Freitags” wieder freigeschaltet werden. Auch die Auszahlung für die Unternehmen, deren Anträge genehmigt seien, sollen noch in dieser Woche wieder anlaufen.
Um weiteren Betrug vorzubeugen, sollen die Bezirksregierungen, die für die Bearbeitung der Anträge zuständig sind, ab sofort die angegebenen Kontoverbindungen mit denen abgleichen, die beim Finanzamt für die jeweiligen Firmen hinterlegt sind. Um trotzdem keine große Verzögerungen bei der Antragsbearbeitung zu produzieren, soll für diese Abgleichung bis Freitag ein elektronisches Verfahren installiert werden.

Stand: 9:00 Uhr | 15.04.2020